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Wohnungstür in der Mietwohnung sichern: Was ist sinnvoll und erlaubt?

aktualisiert Jun 08, 2026 von eufy team| min read
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Wer die Wohnungstür in einer Mietwohnung besser sichern möchte, sollte zuerst drei Punkte beachten: mehr Sicherheit, keine Schäden an der Mietsache und keine Konflikte mit Nachbarn oder Datenschutzvorgaben. Für Mieterinnen und Mieter sind deshalb vor allem Lösungen sinnvoll, die sich ohne Bohren anbringen und später wieder rückstandslos entfernen lassen. Alle Änderungen an der Tür, am Rahmen, am Schloss, an der Verkabelung oder im gemeinsamen Hausflur sollten vorher mit dem Vermieter abgesprochen werden.

Dieser Ratgeber zeigt, worauf Mieter vor dem Nachrüsten achten sollten, welche Sicherungen sich für Mietwohnungen eignen und für welche Maßnahmen in der Regel eine Zustimmung des Vermieters nötig ist.

Was sollten Mieter vor dem Sichern der Wohnungstür prüfen?

Bevor Sie eine Türsicherung kaufen, sollten Sie klären, was Sie verändern dürfen und was unverändert bleiben muss. Wohnungstüren gehören meist zur Mietsache. Geräte, die nach außen in den Hausflur zeigen, können außerdem Nachbarn betreffen.

Mietvertrag, Hausordnung und Aushänge prüfen

Schauen Sie zuerst in den Mietvertrag, die Hausordnung und die Aushänge im Gebäude. Manche Vermieter regeln dort, ob gebohrt werden darf, ob Schlösser ausgetauscht werden dürfen, ob Gegenstände im Hausflur erlaubt sind oder ob außen an der Wohnungstür etwas angebracht werden darf.

Nach § 554 BGB können Mieter unter bestimmten Voraussetzungen verlangen, dass der Vermieter bauliche Veränderungen zum Einbruchschutz erlaubt. Der Vermieter kann die Zustimmung aber verweigern, wenn die Maßnahme nach Abwägung der Interessen nicht zumutbar ist. Außerdem kann er für einen späteren Rückbau eine angemessene zusätzliche Sicherheit verlangen.

Prüfen, ob Tür oder Rahmen dauerhaft verändert werden

Ein herausnehmbarer Türkeil, ein tragbarer Türstopper für innen oder ein Sensor an der Innenseite der Wohnungstür ist etwas anderes als Bohren in den Türrahmen. Alles, was Löcher hinterlässt, das Schloss verändert, Beschläge ersetzt oder den Rahmen betrifft, braucht eher eine vorherige Zustimmung.

Wenn eine Veränderung beim Auszug wieder rückgängig gemacht werden muss, sollten Sie vor der Montage schriftlich nachfragen. Eine schriftliche Zustimmung hilft, spätere Streitigkeiten über Schäden oder Rückbaukosten zu vermeiden.

Hausflur und Privatsphäre der Nachbarn beachten

Der gemeinsame Hausflur ist kein privater Wohnraum. Eine Kamera, die Nachbarn, Wohnungstüren, Briefkästen oder vorbeigehende Personen erfasst, kann datenschutzrechtlich problematisch sein.

Bei der Platzierung von Sicherheitskameras sollte eine Türkamera deshalb so eng wie möglich auf den eigenen Eingangsbereich ausgerichtet sein. Deutsche Datenschutzbehörden weisen darauf hin, dass Kameras öffentliche Bereiche, Nachbargrundstücke oder gemeinschaftlich genutzte Flächen nicht erfassen sollten, auch nicht teilweise oder nur gelegentlich.

Welche Türsicherungen eignen sich für Mietwohnungen?

Mieterfreundliche Türsicherungen lassen sich leicht entfernen, verursachen keine dauerhaften Schäden und beeinträchtigen gemeinsam genutzte Bereiche nicht. Sinnvoll ist es, mit einfachen Routinen zu beginnen und erst danach smarte Geräte zu ergänzen.

eufy Türklingel mit Kamera E340 an der Haustür bei Nacht

Die Tür im Alltag richtig abschließen

Die einfachste Verbesserung ist konsequentes Abschließen. Ziehen Sie die Tür immer vollständig zu, schließen Sie ab, wenn Sie die Wohnung verlassen, und verstecken Sie keine Ersatzschlüssel an naheliegenden Orten.

Wenn die Tür nicht sauber schließt, die Falle klemmt oder das Schloss locker wirkt, sollten Sie das dem Vermieter melden, statt selbst am Rahmen zu arbeiten.

Türsicherung ohne Bohren für Mieter

Lösungen ohne Bohren können zusätzliche Sicherheit geben, ohne die Tür dauerhaft zu verändern. Dazu gehören tragbare Türstopper, Türsicherungen für die Innenseite, abnehmbare Kontaktsensoren und smarte Sensoren, die mit Klebestreifen befestigt werden.

Solche Geräte sind vor allem nützlich, wenn Sie zu Hause sind oder eine Benachrichtigung erhalten möchten, sobald die Tür geöffnet wird. Sie ersetzen aber kein funktionierendes Schloss und keinen stabilen Türrahmen.

Verstärktes Schließblech oder Zusatzschloss nur mit Zustimmung

Ein stabileres Schließblech, ein Zusatzschloss, eine Türkette oder ein Querriegel kann den Schutz vor Einbrüchen verbessern. Meist sind dafür aber Schrauben, Bohrungen oder andere Änderungen an der Tür nötig.

Da solche Maßnahmen die Tür oder den Rahmen betreffen, sollten Sie vorher den Vermieter fragen. Geht es um Einbruchschutz, kann eine Zustimmung nach § 554 BGB unter bestimmten Voraussetzungen verlangt werden. Die konkrete Maßnahme muss aber angemessen sein und fachgerecht eingebaut werden.

Smarte Türklingel oder Türkamera für mehr Überblick

Eine smarte Türklingel mit Kamera oder Türkamera kann helfen, zu sehen, wer vor der Tür steht, bevor Sie öffnen. Das ist besonders praktisch bei Paketen, unerwartetem Besuch oder wenn Sie mit jemandem sprechen möchten, ohne die Tür aufzuschließen.

Die eufy Türklingel mit Kamera E340 bietet zwei Kameras, 2K-Auflösung, Gegensprechfunktion sowie die Erkennung von Personen und Paketen. Durch die Kombination aus Frontansicht und Blick nach unten können Mieter sowohl Besucher als auch den Paketbereich besser im Blick behalten. Der Kamerawinkel sollte aber so eingestellt werden, dass die Türen anderer Wohnungen und Personen im gemeinsamen Hausflur nicht dauerhaft erfasst werden.

Für welche Änderungen ist in der Regel die Zustimmung des Vermieters nötig?

Als Mieter sollten Sie dauerhafte Änderungen grundsätzlich nur mit Erlaubnis vornehmen. Auch wenn eine Maßnahme die Sicherheit verbessert, kann sie das Gebäude, den Brandschutz, die Schließanlage oder den Zustand beim Auszug betreffen.

Bohren in Tür oder Rahmen

Bohren ist meist die klare Grenze zwischen mieterfreundlicher Lösung und zustimmungspflichtiger Veränderung. Löcher im Türblatt, im Rahmen oder in der Wand können als Schaden gelten, wenn sie nicht genehmigt wurden.

Fragen Sie daher vorher nach, wenn eine Sicherung Schrauben, Dübel, feste Halterungen oder eine Verkabelung benötigt, die sich nicht rückstandslos entfernen lässt.

Türkette, Querriegel oder Zusatzschloss montieren

Türketten, Zusatzschlösser und Querriegel können die Kontrolle an der Tür verbessern. Sie werden aber oft dauerhaft montiert und können außerdem beeinflussen, wie sich die Tür in einem Notfall öffnen lässt.

Klären Sie vor dem Einbau, ob die Tür dafür geeignet ist und ob die Sicherung beim Auszug fachgerecht entfernt werden muss.

Beschläge oder Schließzylinder austauschen

Ein neuer Schließzylinder, eine andere Türklinke, ein Türspion oder ein neues Schließblech wirken auf den ersten Blick wie kleine Änderungen. Sie können aber Schlüssel, den Zugang zum Gebäude, Versicherungsfragen oder den ursprünglichen Zustand der Mietsache betreffen.

Wenn der Vermieter dem Austausch zugestimmt hat, sollten Sie die Originalteile aufbewahren. So lässt sich die Tür beim Auszug leichter wieder in den ursprünglichen Zustand bringen.

Brandschutz und Gebäuderegeln nicht beeinträchtigen

Verändern Sie Brandschutztüren, selbstschließende Türen, Gegensprechanlagen, Haustüranlagen oder Einrichtungen für den Notfall nicht ohne ausdrückliche Zustimmung. Wohnungstüren können Teil des Sicherheitskonzepts eines Gebäudes sein.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihre Tür eine Brandschutztür ist oder zu einem besonderen Gebäudesystem gehört, wenden Sie sich zuerst an den Vermieter oder die Hausverwaltung.

Was ist in einer Mietwohnung keine gute Idee?

Manche Sicherheitsmaßnahmen schaffen mehr Probleme, als sie lösen. Am sinnvollsten ist eine Kombination aus solider mechanischer Sicherung und Überwachung, die den Datenschutz berücksichtigt.

Wohnungstür mit Kamera im gemeinsamen Hausflur

Den gemeinsamen Hausflur nicht dauerhaft aufnehmen

Eine dauerhafte Aufnahme des Hausflurs ist riskant. Dabei können Nachbarn, Besucher, Lieferdienste und alltägliche Bewegungen im Gebäude erfasst werden. Nach Einschätzung deutscher Datenschutzbehörden kann bereits eine Live-Übertragung relevant sein, nicht nur gespeichertes Videomaterial. Ob dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden, hängt vom konkreten Einzelfall ab.

Wenn Sie eine Türkamera nutzen, vermeiden Sie eine dauerhafte Überwachung gemeinsam genutzter Bereiche. Stellen Sie den Aufnahmebereich so klein wie möglich ein und nutzen Sie, sofern vorhanden, nur kurze Aufnahmen bei Ereignissen. Bereiche, die nicht erfasst werden sollen, sollten ausgeblendet werden.

Kamera nicht auf die Tür einer anderen Wohnung richten

Richten Sie eine Kamera nicht direkt auf die Tür einer anderen Wohnung. Der Eingangsbereich eines Nachbarn kann zeigen, wann jemand geht, zurückkommt, Besuch bekommt oder Lieferungen erhält.

Das Sichtfeld einer Sicherheitskamera oder Türklingel mit Kamera sollte möglichst eng auf den eigenen Türbereich begrenzt werden. Wenn das wegen der baulichen Gegebenheiten im Hausflur nicht möglich ist, kann ein Türsensor ohne Kamera die bessere Lösung sein.

Ohne Erlaubnis bohren

Bohren ohne Zustimmung kann zu Reparaturkosten, Ärger mit dem Vermieter oder der Aufforderung führen, die Sicherung wieder zu entfernen. Besonders problematisch wird es, wenn die Tür Teil des Brandschutzes, der Schließanlage oder der Gegensprechanlage ist.

Nutzen Sie zunächst Lösungen ohne Bohren oder holen Sie vor festen Einbauten eine schriftliche Zustimmung ein.

Nur auf smarte Benachrichtigungen verlassen

Smarte Benachrichtigungen zeigen, was passiert. Sie verstärken die Tür aber nicht. Eine Kamera kann Besucher oder Pakete erfassen, ersetzt aber kein gutes Schloss, kein stabiles Schließblech und keinen intakten Türrahmen.

Für mehr Sicherheit sollten Sie smarte Hinweise mit konsequentem Abschließen und genehmigten mechanischen Sicherungen kombinieren.

Fazit

Die beste Türsicherung für eine Mietwohnung beginnt mit risikoarmen Maßnahmen: die Tür richtig abschließen, Türsensoren ohne Bohren nutzen, tragbare Sicherungen für innen verwenden und bei Kameras den Datenschutz berücksichtigen. Änderungen an der Tür, am Rahmen, am Schloss oder im gemeinsamen Hausflur sollten vorher mit dem Vermieter abgesprochen werden.

Wer mehr mechanischen Schutz möchte, kann eine Zustimmung für Maßnahmen zum Einbruchschutz anfragen, etwa für ein stabileres Schließblech oder ein Zusatzschloss. Wer vor allem sehen möchte, wer vor der Tür steht, kann eine smarte Türklingel wie die eufy Video Doorbell E340 nutzen. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Ausrichtung, damit andere Personen und gemeinsam genutzte Bereiche nicht unnötig erfasst werden.

FAQ

Kann eine Türklingel mit Kamera helfen, wenn Pakete im Mehrfamilienhaus verschwinden?

Ja. Eine Türklingel mit Kamera kann helfen, Lieferungen und Bewegungen im eigenen Türbereich besser zu erkennen, besonders wenn sie auch den Bereich direkt vor der Tür erfasst. Sie sollte aber nur auf den eigenen Eingangs- oder Paketbereich ausgerichtet sein, nicht auf die Türen anderer Wohnungen oder den gesamten Hausflur.

Sollten Mieter batteriebetriebene oder kabelgebundene Geräte wählen?

Batteriebetriebene Geräte sind für Mieter meist einfacher, weil keine Verkabelung geändert werden muss. Kabelgebundene Geräte können bei der Stromversorgung zuverlässiger sein, brauchen aber oft die Zustimmung des Vermieters, wenn sie an die Klingelanlage des Gebäudes angeschlossen werden oder bauliche Änderungen nötig sind.

Funktionieren smarte Benachrichtigungen auch, wenn man nicht zu Hause ist?

Ja, viele smarte Türklingeln und Türsensoren können App-Benachrichtigungen senden, wenn Sie unterwegs sind. Das ist hilfreich bei Besuchern, Lieferungen oder unerwarteten Bewegungen an der Tür. Voraussetzung sind stabiles WLAN, Stromversorgung oder Akku, richtig eingestellte Benachrichtigungen und eine Platzierung, die den Datenschutz berücksichtigt.

Was sollte man vor dem Auszug prüfen?

Prüfen Sie, ob sich alle Geräte sauber entfernen lassen, ob Klebereste oder Spuren zurückbleiben und ob Originalteile wieder eingesetzt werden müssen. Wenn Sie genehmigte Sicherungen eingebaut haben, bewahren Sie die schriftliche Zustimmung und die ursprünglichen Teile auf. Das erleichtert die Wohnungsübergabe.

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