Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen deutlich sinken, stellen sich viele Gartenbesitzer die gleiche Frage: Was passiert eigentlich mit dem Mähroboter in der kalten Jahreszeit? Genau hier kommt die Mähroboter Winterpause ins Spiel. Sie bedeutet nicht einfach nur, das Gerät auszuschalten und beiseitezustellen, sondern umfasst einige wichtige Schritte, die den Mähroboter vor Feuchtigkeit, Frost und unnötigem Verschleiß schützen können.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wann eine Winterpause sinnvoll ist, woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen und wie Sie Ihren Rasenroboter korrekt einlagern. Außerdem zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Neustart im Frühjahr achten sollten, damit Ihr Gerät zuverlässig arbeitet und Ihr Rasen gepflegt in die neue Saison starten kann.

Warum braucht ein Mähroboter eine Winterpause?
Sobald es draußen dauerhaft kühler wird, verändert sich nicht nur das Wachstum des Rasens, sondern auch die Umgebung, in der Ihr Mähroboter arbeitet. Eine Winterpause ist deshalb mehr als eine Empfehlung. Sie ist eine sinnvolle Maßnahme, um Technik und Akku zu schützen und unnötige Schäden zu vermeiden.
- Schutz vor Frost und Feuchtigkeit: Niedrige Temperaturen, Regen und Frost können empfindliche Bauteile belasten. Besonders Akku, Elektronik und Kontakte reagieren auf Kälte und Nässe deutlich empfindlicher als während der normalen Saison.
- Weniger Risiko für Verschleiß und Defekte: Im Spätherbst ist der Boden oft weich oder feucht. Dadurch rutschen die Räder schneller, das Gerät verschmutzt stärker und mechanische Teile wie Messer oder Antrieb werden unnötig belastet.
- Der Rasen braucht im Winter keine regelmäßige Pflege: Wenn das Gras kaum noch wächst, bringt häufiges Mähen keinen Vorteil. Im Gegenteil: Bei kaltem Wetter kann zu kurzes Schneiden den Rasen schwächen und ihn anfälliger machen.
- Saubere Einlagerung spart Arbeit im Frühjahr: Wer den Mähroboter vor der Einlagerung gründlich reinigt und prüft, erspart sich später unangenehme Überraschungen. Ein gepflegtes Gerät startet im Frühjahr meist zuverlässiger und bleibt länger in gutem Zustand.
- Mehr Sicherheit rund um den Garten: Schnee, gefrorene Flächen oder herabfallende Äste können das Gerät beschädigen oder blockieren. Eine Winterpause hilft dabei, solche Risiken von Anfang an auszuschließen.
Ab wann ist die Winterpause für den Mähroboter wirklich sinnvoll?
Der beste Zeitpunkt für die Winterpause ist erreicht, wenn Ihr Rasen praktisch in den „Sparmodus“ wechselt. Das heißt: Er wächst nur noch minimal, erholt sich langsamer und reagiert empfindlicher auf Belastung. Genau dann lohnt es sich, den Mähroboter nicht mehr wie gewohnt fahren zu lassen, sondern den Saisonabschluss zu planen. Damit Sie den idealen Zeitpunkt besser erkennen, helfen Ihnen diese klaren Signale.
Der wichtigste Maßstab: die Temperatur
Die Temperatur ist das klarste Signal, weil sie direkt beeinflusst, wie aktiv der Rasen noch ist. Sinkt die Witterung dauerhaft, verlangsamt sich das Wachstum deutlich und regelmäßiges Mähen bringt kaum noch Vorteile.
Als Orientierung können Sie sich an diesen Bereichen orientieren:
- Über 10 °C: Der Rasen wächst meist noch, ein normaler Mähbetrieb ist oft weiterhin möglich.
- 6 bis 10 °C: Wachstum verlangsamt sich deutlich, Winterpause vorbereiten
- Unter 6 °C: Rasen wächst kaum noch, Winterpause ist empfehlenswert
Gerade in dieser Übergangszeit lohnt es sich auch, auf kalte Nächte zu achten. Frost kann den Boden härter machen, wodurch der Mähroboter stärker belastet wird und auf empfindlichen Stellen schneller Spuren hinterlässt.
Zusätzliche Hinweise: so erkennen Sie den richtigen Zeitpunkt in der Praxis
Temperaturen allein sind hilfreich, aber nicht jeder Garten reagiert gleich. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf zwei praktische Hinweise, die oft sehr eindeutig sind.
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Der Rasen wächst kaum noch nach
Wenn Sie nach dem Schnitt feststellen, dass die Grashöhe über mehrere Tage nahezu gleich bleibt, zeigt das klar: Der Rasen befindet sich bereits in der Ruhephase. In diesem Zustand ist häufiges Mähen nicht mehr nötig und kann den Rasen sogar unnötig schwächen.
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Der Boden ist dauerhaft feucht oder weich
Im Spätherbst sind Rasenflächen oft lange nass. Dann kann ein Mähroboter schneller rutschen, mehr Schmutz aufnehmen und empfindliche Stellen stärker belasten. Wenn Sie merken, dass der Boden weich bleibt oder sich Spuren bilden, ist das ein guter Zeitpunkt, die Winterpause einzuleiten oder den Betrieb deutlich zu reduzieren.
Regionale Unterschiede in Deutschland (kurzer Überblick)
Da die Temperaturen nicht überall gleich früh fallen, beginnt die Winterpause je nach Region oft unterschiedlich.
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Region |
Häufiger Zeitraum für die Winterpause |
Typische Ursache |
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Norddeutschland |
Mitte bis Ende Oktober |
früher kühl, häufiger feucht |
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Mitteldeutschland |
Ende Oktober bis Anfang November |
wechselhafte Übergangsphase |
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Süddeutschland / Alpenvorland |
Anfang bis Mitte November |
oft länger mild, dann schneller Kälteeinbruch |
So pflegen Sie den Mähroboter richtig für den Winter

Reinigen Sie Ihren Mähroboter vor der Winterpause am besten ohne fließendes Wasser oder starke Strahlen. Mit Bürste und Tuch lassen sich die wichtigsten Bereiche schonend säubern, damit Gerät und Ladestation im Frühjahr wieder zuverlässig starten.
- Mähroboter ausschalten: Beenden Sie zuerst den Mähbetrieb und schalten Sie das Gerät vollständig aus. Warten Sie kurz, bis Messer und Antrieb komplett stillstehen, bevor Sie den Mähroboter anheben oder drehen. Wenn Ihr Modell eine Sicherheitsverriegelung besitzt, sollte diese ebenfalls aktiviert sein, damit während der Reinigung nichts unbeabsichtigt startet.
- Grobe Grasreste und Schmutz entfernen: Entfernen Sie zunächst lose Rückstände wie Laub, trockene Erde und anhaftende Grasreste. Gerade im Herbst bleiben Schnittreste häufig am Gehäuse und an der Unterseite kleben, weil sie feucht sind. Mit einer Bürste lösen Sie diese Rückstände deutlich besser, ohne zusätzliche Nässe einzubringen. Achten Sie dabei besonders auf Kanten, Spalten und Übergänge, weil sich dort Schmutz gerne sammelt.
- Unterseite reinigen: Drehen Sie den Mähroboter vorsichtig um und reinigen Sie das Mähdeck sowie den Bereich rund um den Messerteller gründlich. Dort sammeln sich über die Saison die meisten Rückstände, die später eintrocknen und fest werden können. Entfernen Sie alles so, dass keine feuchten Grasreste zurückbleiben, denn genau diese Ablagerungen sind im Frühjahr häufig die Ursache für blockierende Teile oder ein schlechteres Schnittbild. Wenn sich Rückstände nur schwer lösen lassen, wischen Sie zum Schluss mit einem leicht feuchten Tuch nach und trocknen Sie die Fläche anschließend direkt wieder ab.
- Gehäuse abwischen: Reinigen Sie das äußere Gehäuse mit einem leicht angefeuchteten Tuch und achten Sie darauf, dass keine Flüssigkeit in Öffnungen oder Spalten läuft. Verzichten Sie auf aggressive Reinigungsmittel, da sie Kunststoff und Dichtungen angreifen können. Wichtig ist, dass das Gerät nach der Reinigung wieder vollständig trocken ist, bevor Sie es einlagern.
- Messer kontrollieren: Prüfen Sie die Klingen auf Abnutzung und Beschädigungen. Stumpfe oder angerissene Messer schneiden das Gras nicht sauber, sondern können es eher ausfransen. Das wirkt sich besonders im Frühjahr negativ aus, wenn der Rasen noch empfindlich ist. Wenn die Messer deutlich abgenutzt sind, lohnt sich der Austausch noch vor dem Einwintern. So startet die Saison später direkt mit einem sauberen Schnitt und Sie müssen nicht gleich zu Beginn nachrüsten.
- Räder prüfen: Kontrollieren Sie die Räder und Radkästen auf festgesetzte Erde, kleine Steine oder feuchte Grasreste. Diese können das Profil zusetzen und die Traktion verringern. Entfernen Sie Verschmutzungen gründlich, damit sich die Räder im Frühjahr wieder frei drehen und der Mähroboter zuverlässig seine Bahnen fährt, ohne zu rutschen oder Spuren im Rasen zu hinterlassen.
- Sensoren sorgfältig reinigen: Wischen Sie Sensorflächen vorsichtig mit einem weichen Tuch ab und achten Sie darauf, dass keine Schmutzschicht zurückbleibt. Gerade bei Modellen, die auf präzise Orientierung und sichere Erkennung ausgelegt sind, kann das einen spürbaren Unterschied machen. Wenn Sie zum Beispiel den eufy Mähroboter E15 verwenden, lohnt es sich besonders, Sensorbereiche sauber zu halten, damit die Navigation und die zuverlässige Bewegung im Garten auch nach mehreren Monaten Standzeit wieder reibungslos funktioniert. Verwenden Sie keine groben Bürsten und reiben Sie nicht zu stark, damit empfindliche Oberflächen keine Kratzer bekommen.
- Ladekontakte kontrollieren: Prüfen Sie anschließend die Kontaktflächen am Mähroboter sowie an der Ladestation. Diese Stellen wirken oft unscheinbar, sind aber entscheidend für einen problemlosen Saisonstart. Wenn die Kontakte verschmutzt sind oder sich leichte Ablagerungen gebildet haben, kann es im Frühjahr passieren, dass der Mähroboter nicht sauber andockt oder ungleichmäßig lädt. Wischen Sie die Kontakte vorsichtig mit einem trockenen Tuch ab und stellen Sie sicher, dass die Kontaktpunkte sauber und trocken sind.
- Ladestation reinigen und winterfest lagern: Reinigen Sie die Ladestation außen und entfernen Sie Schmutz, der sich über die Saison angesammelt hat. Wenn Sie die Station abbauen können, lagern Sie sie am besten trocken und frostfrei, damit sie über den Winter nicht dauerhaft Feuchtigkeit und Kälte ausgesetzt ist. Achten Sie außerdem darauf, dass Kabel ordentlich verstaut werden und keine Knicke entstehen, da das Material sonst unnötig belastet wird. Wenn Teile im Außenbereich bleiben müssen, sollten Sie darauf achten, dass Anschlussstellen so geschützt sind, dass keine Feuchtigkeit über längere Zeit eindringen kann.
Mähroboter nach Winterpause: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Saisonstart?
Der richtige Zeitpunkt für den ersten Schnitt nach der Winterpause ist gekommen, sobald der Rasen wieder sichtbar wächst und der Boden nicht mehr dauerhaft nass oder frostig ist. Als Orientierung gilt, dass Gras ab etwa 6 Grad Celsius langsam mit dem Wachstum beginnt. Ab ungefähr 10 Grad Celsius setzt die Wachstumsphase meist deutlich spürbarer ein. In vielen Fällen liegt der Saisonstart daher zwischen Ende März und Anfang April, wobei nicht das Datum zählt, sondern die tatsächlichen Bedingungen im Garten.
Bevor der Mähroboter wieder regelmäßig fährt, lohnt es sich, die Fläche kurz vorzubereiten. Nach dem Winter liegen oft Äste oder andere Gegenstände im Rasen, die den Mähvorgang stören können. Auch weiche oder matschige Stellen sollten Sie im Blick behalten, denn gerade zu Saisonbeginn kann ein zu früher Start Spuren hinterlassen. Für den ersten Durchgang ist es außerdem sinnvoll, mit einer etwas höheren Schnitthöhe zu beginnen. So wird der Rasen nicht unnötig gestresst und kann sich stabil in die neue Saison entwickeln.
Wenn Sie möchten, dass der Start im Frühjahr besonders unkompliziert abläuft, kann ein Modell wie der eufy Mähroboter E18 eine komfortable Lösung sein. Dank der TrueVision™-Technologie kartiert er den Rasen automatisch und navigiert zuverlässig ohne Begrenzungskabel und ohne RTK. Hindernisse wie Bäume oder Gartenmöbel werden präzise erkannt, während intelligentes Parallelmähen und ein sauberer Kantenschnitt für ein gleichmäßiges Ergebnis sorgen. So bleibt die Rasenpflege auch nach der Winterpause angenehm planbar, ohne dass Sie erst aufwendig nachjustieren müssen.

Fazit
Eine gut geplante Mähroboter Winterpause hilft dabei, Ihren Mähroboter und die Ladestation vor Kälte, Feuchtigkeit und unnötigem Verschleiß zu schützen, sodass der Start im Frühjahr deutlich reibungsloser gelingt. Wenn Sie rechtzeitig pausieren, das Gerät sorgfältig reinigen, trocken und frostfrei lagern und beim Saisonstart auf stabiles Wetter sowie sichtbares Rasenwachstum achten, bleibt Ihr Rasen gleichmäßig gepflegt und Ihr Mähroboter zuverlässig einsatzbereit. Mit eufy wird die Rasenpflege dabei besonders komfortabel und alltagstauglich.
FAQ
Wann sollte ich meinen Mähroboter in die Winterpause schicken?
Sie sollten Ihren Mähroboter in die Winterpause schicken, sobald die Temperaturen dauerhaft sinken und der Rasen kaum noch wächst. Spätestens wenn es regelmäßig Nachtfrost gibt oder der Boden häufig sehr nass ist, lohnt sich das Einlagern, um Akku und Elektronik zu schützen. In vielen Fällen liegt der Zeitpunkt in Deutschland zwischen Ende Oktober und Mitte November, abhängig vom Wetter und den Bedingungen im Garten.
Wann soll man Mähroboter aus dem Winterschlaf holen?
Sobald der Rasen wieder sichtbar wächst und der Boden nicht mehr dauerhaft nass oder frostig ist, können Sie den Mähroboter wieder einsetzen. Als Orientierung gilt: Ab etwa 6 °C beginnt Gras langsam zu wachsen, ab ungefähr 10 °C startet meist die aktive Wachstumsphase. Häufig ist das zwischen Ende März und Anfang April, je nach Wetter.
Wann letztes Mal Rasen mähen im Herbst?
Das letzte Mähen ist sinnvoll, wenn der Rasen zum letzten Mal noch leicht wächst, bevor er in die Winterruhe geht. Oft liegt dieser Zeitpunkt zwischen Oktober und November, abhängig vom Wetter. Wichtig ist, nicht zu spät bei Frost zu mähen und den Rasen vor dem Winter nicht zu stark zu kürzen, damit er gesund bleibt.
Kann man bei 5 Grad noch Rasen mähen?
Bei 5 °C wächst der Rasen meist kaum noch. Ein Mähen ist dann in der Regel nicht mehr nötig und kann den Rasen eher belasten, besonders wenn der Boden feucht oder weich ist. Wenn überhaupt, dann nur bei trockenem Untergrund und eher als Ausnahme, nicht mehr als regelmäßige Routine.
Kann die Ladestation draußen bleiben?
Wenn möglich, lagern Sie die Ladestation im Winter im Innenraum, um sie vor Feuchtigkeit und Frost zu schützen. Muss sie draußen bleiben, trennen Sie sie vom Strom, stellen Sie sie an einen möglichst geschützten und erhöhten Platz, damit sich kein Wasser staut, und verwenden Sie eine wetterfeste Abdeckung, die dennoch Luftzirkulation zulässt.
Wie oft sollte ich den Mähroboter im Winter kontrollieren?
Kontrollieren Sie den eingelagerten Mähroboter ein- bis zweimal im Winter, vor allem ob alles trocken bleibt und keine Feuchtigkeit eingedrungen ist. Bei einem herausnehmbaren Akku lohnt es sich, den Ladestand gelegentlich zu prüfen, zum Beispiel alle vier bis sechs Wochen, und den Roboter in einem möglichst temperaturstabilen, frostfreien Raum zu lagern, damit sich keine Kondensation bildet.