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Unkraut im Rasen entfernen: So gehen Sie richtig vor

aktualisiert Jun 02, 2026 von eufy team| min read
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Unkraut im Rasen tritt meist dort auf, wo das Gras zu dünn steht oder geschwächt ist. Auch freie Stellen im Rasen begünstigen neues Unkraut. Dauerhaft lässt sich das Problem deshalb nur lösen, wenn nicht nur die sichtbaren Pflanzen entfernt, sondern auch die Ursachen behoben werden. Dazu gehört vor allem, den Rasen zu stärken, damit er wieder dichter wächst und neues Unkraut weniger leicht nachkommt.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Unkraut im Rasen entsteht, woran Sie verschiedene Arten erkennen, welche Methode je nach Situation sinnvoll ist und wie sich der Rasen danach gut erholen kann.

Warum entsteht Unkraut im Rasen?

Unkraut breitet sich oft dort aus, wo der Rasen Schwächen zeigt. Wenn Sie die Ursache kennen, lässt sich die passende Methode leichter wählen, und das Problem kommt nicht so schnell zurück.

Dünner Rasen und offene Stellen

Offene Stellen geben Samen von Unkraut Platz zum Keimen. Wenn das Gras den Boden nicht vollständig bedeckt, gelangt mehr Licht an die Erde, und unerwünschte Pflanzen können sich leichter entwickeln.

Solche Lücken entstehen häufig durch starkes Betreten, trockene Phasen, Haustiere, Krankheiten oder eine unvollständige Reparatur des Rasens. Werden offene Bereiche nicht neu eingesät, kann Unkraut sie schneller füllen als das Gras.

Zu wenig Nährstoffe und schwacher Rasen

Wenn der Rasen geschwächt ist, kann sich Unkraut leichter durchsetzen. Fehlen dem Gras wichtige Nährstoffe, wächst es langsamer, wird dünner und lässt unerwünschten Pflanzen mehr Raum.

Das bedeutet nicht, dass der Rasen ständig stark gedüngt werden muss. Er braucht vor allem eine zur Jahreszeit passende Pflege, damit er dicht bleibt und sich nach dem Mähen, nach Trockenheit oder nach starker Nutzung gut erholen kann.

Harter Boden und schwache Wurzeln

Auf hartem Boden können Graswurzeln schlechter in die Tiefe wachsen. Bleiben die Wurzeln flach, wird der Rasen weniger widerstandsfähig und kann in trockenen oder belastenden Phasen dünner werden.

Unkraut nutzt solche Schwächen aus, besonders wenn seine Wurzeln mit festem oder gestörtem Boden besser zurechtkommen. Wenn Unkraut immer wieder an denselben abgenutzten Stellen auftaucht, kann ein zu harter Boden ein Teil des Problems sein.

Zu kurz gemähter Rasen

Wird der Rasen zu kurz gemäht, schwächt das die Gräser. Gleichzeitig erreicht mehr Licht den Boden, sodass Samen von Unkraut leichter keimen können.

Ein gesunder Rasen sollte auf passender Schnitthöhe bleiben und regelmäßig nur mäßig gekürzt werden. So bleibt das Gras kräftig genug, um den Boden zu beschatten und neues Unkraut schwerer aufkommen zu lassen.

Samen aus der Umgebung

Samen von Unkraut können aus Beeten, Wegen, Randbereichen, offenen Flächen oder Nachbargärten in den Rasen gelangen. Wind, Vögel, Schuhe, Haustiere und Gartengeräte können sie ebenfalls verteilen.

Ganz verhindern lässt sich das nicht. Ein dichter Rasen macht es den Samen aber deutlich schwerer, im Boden Halt zu finden und zu wachsen.

Welche Art von Unkraut wächst im Rasen?

Nicht jedes Unkraut lässt sich auf dieselbe Weise entfernen. Schauen Sie vor der Behandlung auf Blattform, Wachstum und Wurzeln.

Unkraut mit breiten Blättern wie Löwenzahn und Gänseblümchen

Unkraut mit breiten Blättern ist meist leicht zu erkennen, weil es sich deutlich vom Gras unterscheidet. Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegerich und ähnliche Pflanzen wachsen oft aus einem zentralen Bereich heraus.

Einzelne Pflanzen lassen sich meist gut von Hand entfernen, besonders wenn die Wurzel mit herausgezogen wird. Bleibt die Wurzel im Boden, kann die Pflanze erneut austreiben.

Kriechende Arten wie Klee und kriechender Hahnenfuß

Kriechende Arten wachsen seitlich über den Rasen. Klee, kriechender Hahnenfuß und ähnliche Pflanzen können dünne Bereiche schnell bedecken, weil sie über Triebe oder flach wachsende Stängel weiterwandern.

Nur die sichtbaren Blätter abzuziehen reicht oft nicht. Diese Pflanzen müssen sorgfältig entfernt werden, weil zurückbleibende Triebe oder bereits bewurzelte Teile weiterwachsen können.

Unkraut, das wie Gras aussieht

Manche unerwünschten Pflanzen sind schwerer zu erkennen, weil sie dem Rasen ähneln. Einige wachsen schneller als das übrige Gras, bilden grobe Büschel oder fallen durch eine andere Farbe oder Struktur auf.

Solche Pflanzen lassen sich oft nicht gezielt entfernen, ohne den Rasen an dieser Stelle zu beschädigen. In manchen Fällen ist es besser, die Pflanze mit möglichst viel Wurzel zu entfernen, den Boden leicht zu lockern und die freie Stelle anschließend mit Rasensamen zu schließen.

Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der Art des Unkrauts ab. Einzelne Pflanzen lassen sich oft mit der Wurzel entfernen. Bei kriechenden Arten sollten auch die Triebe und alle Teile entfernt werden, die bereits Wurzeln gebildet haben.

eufy C15 mäht den Rasen vor der Unkrautentfernung

Unkraut im Rasen entfernen: Welche Methode passt?

Die richtige Methode hängt davon ab, wie viel Unkraut vorhanden ist und wie stark es sich bereits festgesetzt hat. Beginnen Sie möglichst mit der schonendsten Methode, die das Problem lösen kann.

Rasen vor dem Entfernen von Unkraut mähen

Mähen Sie den Rasen, bevor Sie Unkraut entfernen. So lässt sich die Fläche leichter prüfen und bearbeiten. Ein mittlerer Schnitt macht breite Blätter, kriechende Triebe und offene Stellen besser sichtbar.

Schneiden Sie den Rasen vorher nicht zu kurz. Es geht darum, eine übersichtliche Arbeitsfläche zu schaffen, nicht darum, das Gras zusätzlich zu schwächen.

Einzelne Pflanzen mit der Wurzel entfernen

Bei wenigen einzelnen Pflanzen ist das Entfernen von Hand oft die beste Lösung. Verwenden Sie einen Unkrautstecher oder ein ähnliches Werkzeug, lockern Sie den Boden leicht und ziehen Sie die Pflanze möglichst mit der Wurzel heraus.

Das funktioniert besonders gut bei Pflanzen mit einer langen Hauptwurzel, etwa bei Löwenzahn. Nach Regen oder nach dem Gießen geht die Arbeit leichter, weil der Boden weicher ist.

Stark betroffene Flächen mit Rechen oder Vertikutierer bearbeiten

Wenn Unkraut zusammen mit Rasenfilz, Moos oder abgestorbenem Gras auftritt, kann ein Rechen oder Vertikutierer helfen, die Oberfläche zu öffnen. Das ist sinnvoll, wenn sich unerwünschter Bewuchs und alte Rückstände stark im Rasen gesammelt haben.

Nach dem Vertikutieren kann der Rasen zunächst strapaziert aussehen. Das ist normal. Danach sollten offene Stellen neu eingesät und gut gepflegt werden. Vertikutieren entfernt also nicht nur Pflanzenreste, sondern bereitet den Rasen auch auf die Reparatur vor.

Mittel gegen Unkraut nur bei starkem oder hartnäckigem Befall verwenden

Ein Mittel gegen Unkraut im Rasen kann bei starkem oder hartnäckigem Befall sinnvoll sein. Verwenden Sie es aber vorsichtig. Wählen Sie ein Produkt, das ausdrücklich für Rasen geeignet ist, und halten Sie sich genau an die Hinweise auf der Verpackung.

Wenn Unkraut nur an einzelnen Stellen wächst, ist es meist besser, nur diese Bereiche zu behandeln und nicht die ganze Fläche. Wenden Sie solche Mittel nicht bei starkem Wind oder großer Hitze an. Kinder und Haustiere sollten die behandelte Fläche erst wieder betreten, wenn dies laut Verpackungshinweis erlaubt ist.

Abgestorbene Pflanzen entfernen und den Rasen vorbereiten

Wenn Unkraut abgestorben ist oder herausgezogen wurde, sollten die Pflanzenreste entfernt werden. Bleiben sie auf dem Rasen liegen, bekommt das Gras weniger Licht und wächst schlechter nach.

Prüfen Sie danach den Boden. Ist die Stelle offen oder nur dünn bewachsen, sollte sie leicht gelockert und neu eingesät werden, bevor neues Unkraut nachkommt.

Kriechendes Unkraut im Rasen entfernen

Kriechende Arten brauchen besondere Aufmerksamkeit, weil sie sich über die Fläche ausbreiten und an mehreren Stellen Wurzeln bilden können.

Warum kriechendes Unkraut so schnell wächst

Kriechende Pflanzen wachsen schnell, weil sie nicht nur von einer zentralen Wurzel abhängen. Ihre Triebe wandern über dünnen Rasen und können an neuen Stellen Wurzeln bilden.

Deshalb lassen sie sich durch schnelles Ziehen oft nicht vollständig entfernen. Werden nur die sichtbaren Blätter entfernt, können versteckte Triebe weiterwachsen.

Kriechendes Unkraut gründlich entfernen

Heben Sie kriechende Pflanzen vorsichtig an und verfolgen Sie die Triebe Stück für Stück. Entfernen Sie nicht nur die Blätter, sondern auch Triebe und Pflanzenteile, die bereits Wurzeln gebildet haben.

Eine kleine Gartengabel oder ein Rechen hilft, die Triebe vorsichtig aus dem Rasen zu lösen, ohne das umliegende Gras stark zu beschädigen. Arbeiten Sie langsam und gründlich, damit keine Reste im Rasen zurückbleiben.

Dünne Stellen danach neu einsäen

Klee, Hahnenfuß und andere kriechende Pflanzen hinterlassen nach dem Entfernen oft freie Stellen im Rasen. Diese Stellen sollten neu eingesät werden, damit dort nicht schnell wieder Unkraut wächst.

Wählen Sie eine Saatgutmischung, die zum Standort passt. Für schattige Bereiche, sonnige Flächen und stark genutzte Stellen im Rasen können unterschiedliche Mischungen sinnvoll sein.

Rasen dichter wachsen lassen

Kriechende Arten lassen sich leichter kontrollieren, wenn der Rasen dicht wächst. Dichter Rasen lässt weniger freie Fläche, über die sich Triebe ausbreiten können.

Nach dem Entfernen sollten regelmäßiges Mähen, bei Bedarf auch mit einem Mähroboter ohne Begrenzungskabel, Wässern und Düngen so abgestimmt werden, dass das Gras die offenen Stellen nach und nach schließt.

Kriechendes Unkraut im Rasen gründlich entfernen

Was tun nach dem Entfernen von Unkraut?

Nach dem Entfernen von Unkraut ist der Rasen für kurze Zeit besonders anfällig. Die anschließende Reparatur entscheidet darüber, ob das Gras die Fläche zurückgewinnt.

Boden an offenen oder dünnen Stellen lockern

Bevor Sie neu einsäen, lockern Sie die oberste Bodenschicht an offenen oder sehr festen Stellen leicht auf. So bekommt das Saatgut besseren Kontakt zum Boden, und die jungen Wurzeln haben einen besseren Start.

Graben Sie nur dann tiefer, wenn der Boden wirklich sehr hart ist. Für kleine Reparaturen reicht es oft, die Oberfläche leicht aufzulockern.

Offene Stellen neu einsäen, bevor Unkraut zurückkommt

Säen Sie offene Stellen neu ein, sobald die Fläche vorbereitet ist. Je schneller das Gras die Lücke schließt, desto weniger Chancen hat neues Unkraut.

Drücken Sie das Saatgut leicht an und halten Sie die Stelle bis zur Keimung gleichmäßig leicht feucht. Betreten Sie den Bereich möglichst nicht, solange das junge Gras noch anwächst.

Rasen auf passender Schnitthöhe halten

Nach dem Entfernen von Unkraut sollte der Rasen nicht zu kurz gemäht werden. Das Gras braucht genügend Blattfläche, um sich zu erholen und wieder dichter zu wachsen.

Bei kleinen bis mittelgroßen Gärten kann der eufy Mähroboter C15 helfen, den Rasen gleichmäßiger zu mähen. Die Schnitthöhe lässt sich von 20 bis 60 mm einstellen, und der Mähvorgang kann per App gesteuert werden. Das ist nach der Unkrautentfernung hilfreich, weil regelmäßiges und maßvolles Mähen den Rasen gleichmäßig hält, ohne ihn durch zu tiefe Schnitte erneut zu schwächen.

Düngen und wässern, damit sich das Gras erholt

Dünger kann die Erholung unterstützen, wenn der Rasen geschwächt oder neu eingesät wurde. Ziel ist gleichmäßiges, kräftiges Wachstum, nicht schnelles, weiches Wachstum, das später wieder anfällig wird.

Wässern Sie reparierte Stellen zunächst leicht und regelmäßig. Sobald das Gras besser angewachsen ist, gießen Sie seltener, dafür gründlicher. So können die Wurzeln mit der Zeit kräftiger werden.

In den folgenden Wochen auf neues Unkraut achten

Kontrollieren Sie den reparierten Rasen nach der Unkrautentfernung regelmäßig. Junge Pflanzen lassen sich deutlich leichter entfernen, bevor sie tief wurzeln oder sich weiter ausbreiten.

Besonders wichtig ist diese Kontrolle an offenen Stellen, an Rasenkanten und in der Nähe von Beeten oder Wegen, wo neue Samen leicht in den Rasen gelangen können.

Fazit

Um Unkraut im Rasen loszuwerden, sollten Sie zuerst klären, warum es entstanden ist und um welche Art es sich handelt. Einzelne Pflanzen lassen sich oft mit der Wurzel entfernen. Kriechende Arten oder stärkerer Befall erfordern meist Rechen, Vertikutierer, eine gezielte Behandlung einzelner Stellen und anschließendes neues Einsäen.

Der wichtigste Schritt ist die Reparatur des Rasens. Bleiben offene Stellen frei, kann Unkraut schnell zurückkehren. Langfristig hilft vor allem ein dichter Rasen: nicht zu kurz mähen, schwache Stellen neu einsäen und den Rasen so pflegen, dass das Gras sich natürlich gegen Unkraut behaupten kann.

FAQ

Wann ist die beste Jahreszeit, um Unkraut aus dem Rasen zu entfernen?

Am besten entfernen Sie Unkraut, wenn der Rasen gut wächst und sich danach erholen kann. Häufig eignen sich dafür das Frühjahr und der frühe Herbst. Bei Trockenheit, Frost oder großer Hitze sollten größere Arbeiten am Rasen vermieden werden.

Kann man Essig, Salz oder kochendes Wasser gegen Unkraut im Rasen verwenden?

Essig, Salz und kochendes Wasser können nicht nur Unkraut, sondern auch das Gras schädigen. Deshalb sind sie für Unkraut mitten im Rasen nicht ideal. Es können abgestorbene Stellen entstehen, die anschließend repariert werden müssen. Bei Unkraut im Rasen ist es meist besser, Pflanzen von Hand zu entfernen, einzelne Stellen gezielt zu behandeln und freie Stellen anschließend mit Rasensamen zu schließen.

Ist ein Mittel gegen Unkraut im Rasen sicher für Haustiere und Kinder?

Das hängt vom jeweiligen Produkt und von der richtigen Anwendung ab. Beachten Sie immer die Hinweise auf der Verpackung. Halten Sie Haustiere und Kinder während der Anwendung fern und lassen Sie die behandelte Fläche erst wieder nutzen, wenn die angegebene Wartezeit vorbei ist.

Wann kann ich nach einem Mittel gegen Unkraut wieder Rasensamen säen?

Das hängt vom verwendeten Produkt ab. Bei manchen Mitteln können Sie schon nach kurzer Zeit wieder Rasensamen säen, bei anderen müssen Sie mehrere Wochen warten. Prüfen Sie vor dem Säen die Hinweise auf der Verpackung, damit das neue Gras gut keimen kann.

Wie lange braucht der Rasen, um sich nach der Unkrautentfernung zu erholen?

Kleine ausgebesserte Stellen können nach wenigen Wochen besser aussehen. Eine vollständige Erholung kann aber länger dauern, je nach Wetter, Saatgut, Boden und Pflege. Regelmäßiges Wässern, passendes Mähen und das Schließen offener Stellen helfen dem Rasen, sich gleichmäßiger zu erholen.

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