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Entzündete Brustwarzen beim Stillen: Was hilft?

aktualisiert May 08, 2026 von eufy team| min read
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Entzündete Brustwarzen in der Stillzeit sollten frühzeitig und behutsam versorgt werden, besonders bei Rötungen, Schwellungen, Rissen, Blutungen, brennenden Schmerzen oder wenn die Schmerzen beim Stillen stärker werden. Wichtig ist, Reibung zu verringern, verletzte Haut zu schützen, die Milch weiter fließen zu lassen und rechtzeitig Unterstützung zu holen, damit die Schmerzen nicht dazu führen, dass das Stillen aufgegeben wird.

Das Wichtigste auf einen Blick

Entzündete Brustwarzen kommen in den ersten Wochen der Stillzeit häufig vor. Schmerzen sollten trotzdem ernst genommen werden. Was hilft, hängt davon ab, ob die Haut nur gereizt ist oder bereits Risse, Blutungen oder Anzeichen einer Infektion zeigt.

Entzündete Brustwarzen brauchen Aufmerksamkeit

Eine leichte Empfindlichkeit am Anfang der Stillzeit kann vorkommen. Anhaltende Schmerzen deuten aber meist darauf hin, dass etwas angepasst werden sollte, häufig das Anlegen oder die Stillposition.

Risse und Blutungen ernst nehmen

Wunde, eingerissene oder blutende Brustwarzen erhöhen das Risiko für Infektionen. Sie sollten früh von einer Hebamme, Ärztin, einem Arzt oder einer Stillberaterin angeschaut werden.

Weniger Reibung unterstützt die Heilung

Heilung beginnt oft damit, wiederholte Reibung zu vermeiden. Ursachen können ein zu flaches Anlegen, feuchte Stilleinlagen, ein zu enger BH oder direktes Saugen an stark verletzter Haut sein.

Abpumpen kann vorübergehend entlasten

Wenn direktes Stillen zu schmerzhaft ist, kann vorsichtiges Ausstreichen oder eine elektrische Milchpumpe helfen, die Milch weiter fließen zu lassen.

Bei anhaltenden Schmerzen Hilfe holen

Wenn die Schmerzen nicht besser werden, sich ausbreiten oder mit Eiter, Fieber oder zunehmender Rötung einhergehen, sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Mutter füllt Muttermilch in eine Flasche

Woran erkennt man entzündete Brustwarzen?

Entzündete Brustwarzen fühlen sich anders an als leichte Beschwerden zu Beginn der Stillzeit. Achten Sie darauf, wie die Haut aussieht und ob die Schmerzen stärker werden.

Rötung, Schwellung oder starke Empfindlichkeit

Entzündete Brustwarzen können gerötet, geschwollen, glänzend oder empfindlicher als sonst wirken. Schmerzen können beim Anlegen, durch reibende Kleidung oder beim Kontakt mit einer Stilleinlage auftreten.

Eine leichte Empfindlichkeit in den ersten Tagen ist nicht ungewöhnlich. Halten die Schmerzen während des Stillens an, sollten sie aber ernst genommen werden. Auf kindergesundheit-info.de, einem Informationsangebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, wird darauf hingewiesen, dass solche Schmerzen ein Zeichen dafür sein können, dass das Baby die Brustwarze beim Saugen verletzt.

Risse, Blutungen oder nässende Haut

Eingerissene, blutende oder nässende Haut zeigt, dass die Schutzbarriere der Brustwarze verletzt ist. Dadurch kann jede Stillmahlzeit schmerzhaft werden, und das Infektionsrisiko kann steigen.

Offene Haut sollte nicht als normaler Teil des Stillens abgetan werden. Auch der NHS empfiehlt, bei eingerissenen oder blutenden Brustwarzen früh Hilfe zu holen, weil das Risiko für Infektionen zunimmt.

Brennende oder stechende Schmerzen

Brennende, stechende oder scharfe Schmerzen können durch Reibung, verletzte Haut, falsches Anlegen oder Hautreizungen entstehen. Wenn der Schmerz tief sitzt, plötzlich stark wird, nach dem Stillen anhält oder beide Brustwarzen beziehungsweise die Brust betrifft, sollte eine Hebamme, Stillberaterin oder Ärztin bzw. ein Arzt darauf schauen.

Schmerzen werden stärker statt besser

Schmerzen sollten nachlassen, wenn das Baby besser angelegt wird, die Stillposition passt und die Haut gut gepflegt wird. Werden die Schmerzen stärker, wird das Stillen zur Belastung oder rutscht das Baby immer wieder von der Brust ab, ist die Ursache wahrscheinlich noch nicht behoben.

Warum entzündete Brustwarzen beim Stillen entstehen

Geöffnete eufy Milchpumpe mit Zubehör im Ladeetui

Entzündete Brustwarzen entstehen meist, weil die Haut gerieben, zusammengedrückt, zu feucht gehalten oder gereizt wird. Die Ursache ist wichtig, denn Creme allein löst kein Problem beim Anlegen.

Wenn das Baby nicht richtig anliegt

Wenn das Baby nicht richtig anliegt, gehören wunde oder entzündete Brustwarzen zu den häufigsten Folgen. Nimmt das Baby vor allem die Brustwarze und nicht genug vom Warzenhof in den Mund, wird die Brustwarze beim Saugen zusammengedrückt und gezogen.

Auf kindergesundheit-info.de wird erklärt, dass die Brustwarze stark belastet und verletzt werden kann, wenn das Baby nicht genug Brustgewebe in den Mund nimmt. Empfohlen wird, die Stillposition und das Anlegen überprüfen zu lassen und bei Bedarf Hilfe von einer Hebamme oder Stillberaterin zu holen.

Eingerissene oder verletzte Haut

Wenn die Haut der Brustwarze bereits eingerissen ist, kann jede Stillmahlzeit die Stelle wieder öffnen. Die Heilung wird erschwert, wenn das Baby weiterhin zu flach angelegt wird oder trockener Stoff zwischen den Stillmahlzeiten an der Wunde reibt.

Feuchte Stilleinlagen

Feuchte Stilleinlagen können die Haut an der Brustwarze aufweichen und zusätzlich reizen. Wechseln Sie sie deshalb regelmäßig und wählen Sie möglichst atmungsaktive Materialien. Auch der NHS empfiehlt, Stilleinlagen nach jeder Stillmahlzeit zu wechseln und die Brustwarzen an der Luft trocknen zu lassen, bevor Sie sich wieder anziehen.

Infektion oder Hautreizung

Manchmal hängt eine Entzündung der Brustwarzen mit Soor, einer bakteriellen Infektion, Ekzemen, Allergien oder einer Reaktion auf Seife, Creme oder Waschmittel zusammen. Wenn die Schmerzen ungewöhnlich sind, anhalten, jucken, die Haut nässt oder sich trotz Hilfe beim Anlegen nicht bessert, sollte eine Hebamme, Ärztin oder ein Arzt die Ursache abklären.

Was tun bei entzündeten Brustwarzen?

Der erste Schritt ist, das zu reduzieren, was die Brustwarze weiter reizt. Danach geht es darum, die Haut zu schützen und weiter zu stillen oder Milch zu gewinnen, ohne die verletzte Stelle zusätzlich zu belasten.

Direkte Reibung reduzieren

Prüfen Sie zuerst das Anlegen. Das Baby sollte nah am Körper liegen, mit weit geöffnetem Mund an die Brust kommen und nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen größeren Teil des Warzenhofs erfassen. Wenn es weh tut, lösen Sie das Baby vorsichtig mit einem sauberen Finger im Mundwinkel von der Brust und legen Sie es neu an.

Das ist wichtiger, als den Schmerz einfach auszuhalten. Ein besseres Anlegen kann die Reibung sofort verringern.

Brustwarzen sauber und trocken halten

Lassen Sie die Brustwarzen nach dem Stillen kurz an der Luft trocknen, bevor Sie Kleidung oder Stilleinlagen wieder anziehen. Wechseln Sie nasse Stilleinlagen zügig, besonders wenn Risse oder nässende Stellen vorhanden sind.

Übermäßiges Waschen sollte vermieden werden. Für die normale Pflege reicht meist klares Wasser, sofern medizinisch nichts anderes empfohlen wurde.

Reizende Produkte vermeiden

Vermeiden Sie Seife, alkoholhaltige Produkte, Parfum oder aggressive Feuchttücher an wunden Brustwarzen. Solche Produkte können die Haut austrocknen und die Heilung verzögern.

Wenn Sie eine Brustwarzensalbe verwenden möchten, sollte sie zum Stillen geeignet sein. Bei offener, blutender oder nicht heilender Haut ist es sinnvoll, vorher Hebamme, Apotheke oder ärztliche Praxis zu fragen.

Stillen bei Bedarf anpassen

Wenn eine Seite deutlich schmerzhafter ist, beginnen Sie mit der weniger schmerzenden Brust. familienplanung.de, ein Informationsportal des BIÖG, empfiehlt bei wunden Brustwarzen, das Baby zuerst an der weniger schmerzenden Seite anzulegen und die Brust vorher sanft zu massieren. So setzt der Milchspendereflex leichter ein, und das Baby muss nicht so lange saugen, bis Milch fließt.

Längere Stillpausen ohne Ausstreichen oder Abpumpen sollten vermieden werden, weil sie Milchstau begünstigen können. Wenn Sie dafür eine Milchpumpe verwenden, kann auch die passende Brusthaubengröße wichtig sein, damit empfindliche Brustwarzen nicht zusätzlich gereizt werden.

Verletzte Haut schützen

Schützen Sie wunde Brustwarzen vor Reibung durch Kleidung. Luft, saubere und trockene Stilleinlagen sowie geeignete Pflegeprodukte können helfen. Wenn die Haut offen ist oder sich verschlechtert, sollten Sie fachlichen Rat einholen, statt mehrere Produkte übereinander aufzutragen.

Wenn das Stillen zu schmerzhaft ist

Wenn direktes Stillen zu schmerzhaft wird, geht es zunächst darum, die Brustwarze zu entlasten, ohne die Milchbildung unnötig zu stören. Wichtig ist, dass die Milch weiter fließen kann, zum Beispiel durch vorsichtiges Ausstreichen oder sanftes Abpumpen.

Die stärker betroffene Seite kurz entlasten

Wenn eine Brustwarze stark entzündet oder eingerissen ist, kann sie eine kurze Pause vom direkten Saugen brauchen. Stillen Sie zuerst an der weniger schmerzhaften Seite. Danach können Sie entscheiden, ob die verletzte Seite eine kurze Stillmahlzeit, vorsichtiges Ausstreichen oder Abpumpen toleriert.

Vorübergehend Milch ausstreichen oder abpumpen

Wenn direktes Stillen zu schmerzhaft ist, kann vorsichtiges Ausstreichen oder Abpumpen helfen, die Milch weiter fließen zu lassen. familienplanung.de weist darauf hin, dass das Ausstreichen mit der Hand bei Stillproblemen wie wunden Brustwarzen oder Milchstau helfen kann, auch dann, wenn keine Milchpumpe zur Verfügung steht.

Sanfte Einstellungen beim Abpumpen verwenden

Bei entzündeten oder verletzten Brustwarzen sollte sich das Abpumpen angenehm und gut kontrollierbar anfühlen, nicht zu stark. Die eufy Milchpumpe S2 Pro kann in solchen Situationen helfen, weil sie mit einer weichen, doppelt abgedichteten Silikon-Brusthaube arbeitet. Das kann angenehmer sein als der Kontakt mit hartem Kunststoff, wenn die Brustwarze bereits empfindlich ist.

Mit 10 Saugstufen können Mütter mit einer niedrigen Stufe beginnen und die Stärke nur dann erhöhen, wenn die Milch angenehm fließt. So bleibt der Milchfluss erhalten, ohne dass das Baby direkt an der verletzten Haut saugen muss. Massagefunktionen und anpassbare Saug- und Massageabläufe können den Milchspendereflex unterstützen, bevor stärker abgepumpt wird. Das kabellose Design erleichtert außerdem kurzes Abpumpen, wenn die Mutter ihre Haltung verändern oder Druck auf der wunden Seite vermeiden möchte. Laut eufy verfügt die S2 Pro über eine doppelt abgedichtete Silikon-Brusthaube, bis zu 300 mmHg Saugleistung, individuell einstellbare Massagefunktionen und ein kabelloses Ladeetui.

Zu starken Sog vermeiden

Starker Sog kann Schmerzen an der Brustwarze verschlimmern, besonders wenn die Haut eingerissen ist. Wenn die Beschwerden vor allem nach dem Abpumpen auftreten, helfen zusätzliche Tipps gegen Schmerzen nach dem Abpumpen dabei, Saugstärke, Sitzungsdauer und Brusthaube besser einzuschätzen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Stufe, halten Sie die Sitzungen eher kurz und stoppen Sie, wenn die Brustwarze danach stärker anschwillt, sehr blass wird oder mehr schmerzt.

Stillhütchen nur mit Beratung verwenden

Stillhütchen können manchen Müttern helfen, weiter zu stillen. Sie sollten aber nicht ohne Beratung als schnelle Lösung eingesetzt werden. Wenn sie nicht richtig passen, können sie die Haut weiter belasten oder dazu führen, dass das Baby weniger gut trinkt. Lassen Sie sich von einer Hebamme, Stillberaterin oder in der Apotheke zur passenden Größe und Anwendung beraten.

Wann sollte man medizinische Hilfe holen?

Manche Beschwerden bessern sich schnell, sobald Anlegen und Reibung korrigiert werden. Bei den folgenden Anzeichen sollte man nicht abwarten.

Die Schmerzen werden nicht besser

Wenn die Schmerzen trotz besserer Stillposition, Hautpflege und weniger Reibung anhalten, sollten Sie sich an eine Hebamme, Stillberaterin, Ärztin oder einen Arzt wenden. Auch eine Apotheke kann zur geeigneten Pflege beraten. Anhaltende Schmerzen können darauf hinweisen, dass das Baby weiterhin nicht richtig anliegt, ein verkürztes Zungenbändchen vorliegt oder eine Infektion beziehungsweise ein Hautproblem dahintersteckt.

Risse oder Blutungen werden schlimmer

Wenn Risse tiefer werden, Blutungen anhalten oder die Haut nicht zu heilen beginnt, sollten Sie sich frühzeitig Hilfe holen. Verletzte Haut an der Brustwarze ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch eine Eintrittsstelle für Keime sein.

Rötung breitet sich aus

Eine Rötung direkt an der Brustwarze kann durch Reibung entstehen. Breitet sich die Rötung aus, wird die Stelle warm oder schwillt die Brust an, kann das auf eine Infektion oder eine Brustentzündung hinweisen.

Fieber oder Eiter treten auf

Fieber, Eiter, starke Schwellung oder ein allgemeines Krankheitsgefühl sollten medizinisch abgeklärt werden. Diese Anzeichen sollten nicht allein mit Hausmitteln behandelt werden.

Wenn Stillen kaum noch auszuhalten ist

Wenn Sie vor jedem Stillen Angst vor den Schmerzen haben oder das Stillen bereits vermeiden, sollten Sie sich schnell Unterstützung holen. Verlässliche Gesundheitsinformationen betonen, dass Stillprobleme kein Grund sind, Schmerzen einfach auszuhalten. Frühzeitige Hilfe durch eine Hebamme oder Stillberaterin kann verhindern, dass sich die Beschwerden verschlimmern.

Fazit

Entzündete Brustwarzen beim Stillen brauchen vor allem weniger Reibung, eine Stillposition, bei der das Baby richtig anliegt, saubere und trockene Haut sowie frühzeitige Unterstützung, wenn die Schmerzen anhalten. Wenn direktes Stillen zu schmerzhaft ist, kann vorübergehendes, sanftes Ausstreichen oder Abpumpen helfen, die Milch weiter fließen zu lassen, während die verletzte Brustwarze sich beruhigt.

Die eufy Milchpumpe S2 Pro kann in dieser Situation hilfreich sein, weil ihre weiche Silikon-Brusthaube, der sanfte Start mit niedriger Saugstufe und verschiedene Abpumpmodi das Abpumpen schonender machen können. Bei Rissen, Blutungen, sich ausbreitender Rötung, Eiter, Fieber oder starken Schmerzen sollten Sie sich an eine Hebamme, Stillberaterin, Ärztin oder einen Arzt wenden.

FAQ

Sind entzündete Brustwarzen beim Stillen normal?

Eine leichte Empfindlichkeit in den ersten Tagen kann vorkommen. Anhaltende Schmerzen, Risse, Blutungen oder zunehmende Rötungen sollten aber nicht ignoriert werden. Solche Anzeichen deuten meist darauf hin, dass Anlegen, Reibung, Hautverletzungen oder eine mögliche Infektion überprüft werden sollten.

Was sollte man nicht auf wunde oder entzündete Brustwarzen auftragen?

Vermeiden Sie Seife, Alkohol, Parfum, aggressive Feuchttücher und beliebige Cremes, die nicht fürs Stillen gedacht sind. Wenn die Haut eingerissen ist, blutet oder nässt, sollten Hebamme, Ärztin, Arzt oder Apotheke beraten, bevor Pflege- oder Behandlungsprodukte verwendet werden.

Kann Abpumpen wunde Brustwarzen verschlimmern?

Ja. Abpumpen kann Beschwerden verstärken, wenn der Sog zu stark ist, die Brusthaube nicht richtig passt oder die Sitzungen zu lang sind. Beginnen Sie niedrig, achten Sie auf ein angenehmes Gefühl und stoppen Sie, wenn Schmerzen oder Schwellungen zunehmen.

Wie lange dauert es, bis entzündete Brustwarzen heilen?

Leichte Reizungen können sich innerhalb weniger Tage bessern, wenn Anlegen und Reibung korrigiert werden. Risse, Blutungen, Infektionen oder weiterhin falsches Anlegen können länger dauern und sollten kontrolliert werden, wenn keine schnelle Besserung eintritt.

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